Der Biedermeier-Stil war eine Kunst- und Kulturbewegung, die in Mitteleuropa, hauptsächlich in Deutschland und Österreich, zwischen 1815 und 1848 (dem Ende der Napoleonischen Kriege und dem Wiener Kongress) florierte.
- Er wurde durch eine fiktive, satirische Figur symbolisiert, die die häusliche Gemütlichkeit und das Wohlbefinden der Mittelklasse verkörperte.
- Biedermeier-Interieurs zielten darauf ab, eine gemütliche und funktionale Umgebung zu schaffen.
- Natürliches Licht wurde geschätzt und die Möbel wurden so angeordnet, dass sie Gespräche und Familienaktivitäten förderten.
- Helle, einheimische Hölzer wie Walnuss, Kirsche, Esche, Birke, Birne und Ulme wurden bevorzugt. Die natürliche Holzmaserung wurde geschätzt, oft ohne zusätzliche Verzierungen, oder mit dezenten Ebenholzdetails oder Einlegearbeiten.
- Schreibtische vom Typ "Sekretär" für das Schreiben von Briefen wurden beliebt, und zentrale Tische wurden zum Treffpunkt der Familie.