Carlo Scarpa wurde 1906 geboren und war ein anerkannter venezianischer Architekt und Designer.
Er studierte an der Accademia di Belle Arti in Venedig.
Im Jahr 1925 arbeitete er für die Murano-Firma M.V.M. Cappellin & Co. und beaufsichtigte den Bau ihrer neuen Fabrik sowie die Restaurierung des Palazzo da Mula in Murano.
Von 1932 bis 1947 arbeitete er als künstlerischer Berater für Venini.
Er experimentierte mit verschiedenen Techniken:
Filigrana: Eine Technik, bei der zarte Murano-Fäden, oft weiß oder farbig, in transparentes Glas eingearbeitet wurden.
Sommerso: Basiert auf der Überlagerung verschiedener Glasfarben.
Corroso: Ätzte eine Oberfläche mit Säure, um ein texturiertes, fast erodiertes Aussehen zu erzeugen.
Er zeichnete sich in der Murrine-Technik aus, bei der gemusterte Glasstäbe verschmolzen werden, um komplexe Mosaikmuster zu erzeugen.
Nachdem er Venini verlassen hatte, widmete er sich dem Möbeldesign und der Architektur.
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Stil Art déco Stil
Der Name Art déco wurde in den 1960er Jahren auf der Ausstellung „Les Années 25“ im Musée des Arts Décoratifs in Paris geprägt.
Die ersten Stücke waren auf der 1925 in Paris stattfindenden Internationalen Ausstellung für dekorative Künste und moderne Industrie zu sehen. Diese Ausstellung war eine direkte Reaktion auf die Ausstellungen in Turin (1902) und Mailand (1906).
Der Art-déco-Stil entstand von 1920 bis 1940 und zeichnet sich durch symmetrische, geradlinige Formen, abstrakte Designs und kräftige Farben aus.
Es kamen exotische Materialien zum Einsatz, wie Pergament, Chagrinleder (ein kleiner Fisch), Chromteile und Emaille. Auch Intarsien aus Elfenbein und Perlmutt wurden verwendet.
Im Gegensatz dazu konzentrierte sich der Jugendstil (Art Nouveau) stärker auf asymmetrische, geschwungene Linien, die von der Natur inspiriert waren.