Die Keramikfirma Revernay befand sich in Digoin, Frankreich. Im Jahr 1900 stellte sie auf der Pariser Weltausstellung (Exposition Universelle de Paris) aus.
Sie verwendete traditionelle handwerkliche Techniken in Kleinserien, die den Geschmack der damaligen Zeit widerspiegelten, wie zum Beispiel Steinzeugvasen mit stilisierten Pflanzenmotiven.
Revernay produzierte weiterhin Keramik in der Art-Déco-Ära, insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren. Ihre Stücke wiesen oft stilisierte, glasierte Dekorationen in leuchtenden Farben auf.
Die Produktion in der Revernay-Werkstatt scheint 1930 eingestellt worden zu sein. Sie wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg, möglicherweise 1950, wiedereröffnet und schloss sich der Bewegung junger Keramikkünstler in Südfrankreich an.
Die Stücke aus dieser Zeit tragen die Signaturen "Revernay SDV" oder "Atelier d'Art du Revernay SDV".
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Stil Art déco Stil
Der Name Art déco wurde in den 1960er Jahren auf der Ausstellung „Les Années 25“ im Musée des Arts Décoratifs in Paris geprägt.
Die ersten Stücke waren auf der 1925 in Paris stattfindenden Internationalen Ausstellung für dekorative Künste und moderne Industrie zu sehen. Diese Ausstellung war eine direkte Reaktion auf die Ausstellungen in Turin (1902) und Mailand (1906).
Der Art-déco-Stil entstand von 1920 bis 1940 und zeichnet sich durch symmetrische, geradlinige Formen, abstrakte Designs und kräftige Farben aus.
Es kamen exotische Materialien zum Einsatz, wie Pergament, Chagrinleder (ein kleiner Fisch), Chromteile und Emaille. Auch Intarsien aus Elfenbein und Perlmutt wurden verwendet.
Im Gegensatz dazu konzentrierte sich der Jugendstil (Art Nouveau) stärker auf asymmetrische, geschwungene Linien, die von der Natur inspiriert waren.