Friedrich Salomon Beer war ein bedeutender österreichisch-französischer Bildhauer.
Geboren am 1. September 1846 in Brünn (Teil des Österreichischen Kaiserreichs, heute in der Tschechischen Republik).
Von 1865 bis 1870 verfeinerte er seine Fähigkeiten an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und studierte bei namhaften Bildhauern wie Carl Radnitzky und Franz Bauer.
Beer erhielt das Rom-Stipendium für seine Figurengruppe "Achilles und Penthesilea". Dieser prestigeträchtige Preis ermöglichte es ihm, drei Jahre lang (um 1870) in einem Atelier im Palazzo di Venezia in Rom zu arbeiten. Nach seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1873 ließ er sich schließlich 1875 in Paris nieder, was einen bedeutenden Wendepunkt in seiner Karriere markierte.
Er konzentrierte sich auf Porträts und weibliche Statuetten und arbeitete oft mit dem Humoristen Alfred Grévin zusammen. Sein Werk spiegelt oft den raffinierten Geschmack der Belle Époque wider.
Seine Werke sind zu sehen in:
Der Nationalgalerie in Berlin.
Dem Museum der Bildenden Künste in Budapest.
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Stil Art Nouveau
Der französische Name "Art Nouveau“ bedeutet „neue Kunst“. In Deutschland ist dieser Stil auch als „Jugendstil“ bekannt, während er in Wien und Italien "Liberty“ genannt wird.
Er verwendet geschwungene, asymmetrische Linien, die oft von pflanzlichen Formen inspiriert sind, sowie stilisierte weibliche Silhouetten.
Dieser Stil fand Anwendung in der Architektur, im Innendesign, bei Glasobjekten, in der Schmuckherstellung, bei Skulpturen, Gemälden, Möbeln, Plakaten und Illustrationen.
Neue Materialien, wie Opale und Halbedelsteine, wurden eingeführt.
Der Jugendstil erlebte seinen größten Aufschwung auf der Weltausstellung von 1900 in Paris.
Danach verbreitete er sich in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Australien.
In Paris kann man ihn an den Eingängen der Metro sehen und in Belgien an zahlreichen Gebäuden.