Émile Gallé, französischer Designer, Illustrator, Dekorateur und Glasmacher.
1901 gründete er die Alliance Provinciale des Artistes, bekannt als École de Nancy, eine Gruppe von Künstlern, die einen enormen Einfluss auf die Verbreitung des Jugendstils in Frankreich hatte.
Er wurde von den Designern Victor Prouvé und Louis Majorelle unterstützt.
Als Sohn des Glas- und Keramikhändlers Charles Gallé begann er schon in jungen Jahren, Dekorationen auf Glas und Keramik für seinen Vater zu entwerfen, und studierte später Botanik und Mineralogie in Weimar (Deutschland) sowie Glaskunst in Meisenthal (Frankreich).
Ab den 1870er Jahren schuf er Glasarbeiten und entwarf, in geringerem Maße, Möbel und Keramik.
Er wurde auf den großen Ausstellungen in Paris hoch gelobt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits seine eigene Fabrik.
Die von ihm produzierten Werke wurden bei Samuel Bing, L'Art Nouveau verkauft, und in dem Jahr, in dem er starb, hatte er ein Geschäft in London eröffnet.
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Stil Art Nouveau
Der französische Name "Art Nouveau“ bedeutet „neue Kunst“. In Deutschland ist dieser Stil auch als „Jugendstil“ bekannt, während er in Wien und Italien "Liberty“ genannt wird.
Er verwendet geschwungene, asymmetrische Linien, die oft von pflanzlichen Formen inspiriert sind, sowie stilisierte weibliche Silhouetten.
Dieser Stil fand Anwendung in der Architektur, im Innendesign, bei Glasobjekten, in der Schmuckherstellung, bei Skulpturen, Gemälden, Möbeln, Plakaten und Illustrationen.
Neue Materialien, wie Opale und Halbedelsteine, wurden eingeführt.
Der Jugendstil erlebte seinen größten Aufschwung auf der Weltausstellung von 1900 in Paris.
Danach verbreitete er sich in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Australien.
In Paris kann man ihn an den Eingängen der Metro sehen und in Belgien an zahlreichen Gebäuden.