Louis Dage wurde 1885 in Lille, Frankreich, geboren und war ein bedeutender französischer Keramiker, dessen Karriere sich vom frühen 20. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre erstreckte und wichtige Beiträge zur Art-Déco-Bewegung in der Keramik leistete.
Er begann seine Karriere in der Steingut-Fabrik von Fives-Lille.
Im Jahr 1920 gründete Dage zusammen mit Jean de la Fontinelle, der sich auf Tierkeramik spezialisiert hatte, die "Faïencerie d'Art" in Antony (in der Nähe von Paris). Ihre Zusammenarbeit endete 1922.
Meilleur Ouvrier de France Preis 1924: Dage gewann diesen prestigeträchtigen Preis, ein Beweis für sein Können und seine handwerkliche Meisterschaft.
Um 1930 eröffnete er eine Keramikfabrik mit fünf Brennöfen, in der auch seine Tochter und sein Bruder arbeiteten.
Ab 1933 wurde er der geschäftsführende Direktor seiner Keramikfabrik.
Im Jahr 1935 übernahm er die "Faïencerie de l'Adour" in Saint-Sever (Landes), die er bis zu seinem Tod betrieb.
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Stil Art Nouveau
Der französische Name "Art Nouveau“ bedeutet „neue Kunst“. In Deutschland ist dieser Stil auch als „Jugendstil“ bekannt, während er in Wien und Italien "Liberty“ genannt wird.
Er verwendet geschwungene, asymmetrische Linien, die oft von pflanzlichen Formen inspiriert sind, sowie stilisierte weibliche Silhouetten.
Dieser Stil fand Anwendung in der Architektur, im Innendesign, bei Glasobjekten, in der Schmuckherstellung, bei Skulpturen, Gemälden, Möbeln, Plakaten und Illustrationen.
Neue Materialien, wie Opale und Halbedelsteine, wurden eingeführt.
Der Jugendstil erlebte seinen größten Aufschwung auf der Weltausstellung von 1900 in Paris.
Danach verbreitete er sich in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Australien.
In Paris kann man ihn an den Eingängen der Metro sehen und in Belgien an zahlreichen Gebäuden.