Keramos war eine bedeutende österreichische Keramikmanufaktur mit Sitz in Wien.
Sie war eine Initiative von drei Keramikern, Rudolf Wolf, Heinrich Wolf und Ludwig Rys, die das Unternehmen 1920 gründeten.
Die Firma spezialisierte sich auf Kunstkeramik und produzierte Lampen, Figuren, Vasen, Dosen und Schalen.
Sie waren bekannt für ihre Art-Déco-Figuren von Tänzerinnen, eleganten Frauen und Tieren mit einem charakteristischen Stil, der Anmut und Dynamik kombinierte. Künstler wie Rudolf Podany und Stefan Dakon (der auch für Goldscheider arbeitete) entwarfen viele ihrer Stücke.
Im Laufe ihrer mehr als 60-jährigen Geschichte produzierte Keramos rund 3000 Modellentwürfe, die von etwa 60 Keramikern geschaffen wurden.
Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen in Österreich und international teil und gewann Preise (zum Beispiel eine Silbermedaille auf der Pariser Kunstausstellung im Jahr 1925).
0:00 / 0:00
Stil Art déco Stil
Der Name Art déco wurde in den 1960er Jahren auf der Ausstellung „Les Années 25“ im Musée des Arts Décoratifs in Paris geprägt.
Die ersten Stücke waren auf der 1925 in Paris stattfindenden Internationalen Ausstellung für dekorative Künste und moderne Industrie zu sehen. Diese Ausstellung war eine direkte Reaktion auf die Ausstellungen in Turin (1902) und Mailand (1906).
Der Art-déco-Stil entstand von 1920 bis 1940 und zeichnet sich durch symmetrische, geradlinige Formen, abstrakte Designs und kräftige Farben aus.
Es kamen exotische Materialien zum Einsatz, wie Pergament, Chagrinleder (ein kleiner Fisch), Chromteile und Emaille. Auch Intarsien aus Elfenbein und Perlmutt wurden verwendet.
Im Gegensatz dazu konzentrierte sich der Jugendstil (Art Nouveau) stärker auf asymmetrische, geschwungene Linien, die von der Natur inspiriert waren.