Der französische Glaskünstler Amalric Walter wurde 1870 geboren.
Er ist bekannt für seine Pâte de verre-Technik (Glaspaste). Bei diesem Verfahren wurde eine Paste aus zermahlenem Glas, das mit einem Bindemittel vermischt wurde, in eine Form gepresst und bei niedriger Temperatur gebrannt. Die Technik ermöglichte subtile Farbabstufungen.
Während der Art Nouveau-Periode zeigte Walters Werk oft organische Motive, die von der Natur inspiriert waren, wie Insekten (Schmetterlinge, Libellen, Käfer), Blumen, Blätter und Wasserlebewesen.
In den 1920er Jahren wurden seine Entwürfe geometrischer, stilisierter und symmetrischer, was die Art Déco-Sensibilität widerspiegelte.
Er schuf weiterhin dekorative Objekte, darunter Vasen, Schalen, Lampen und Platten.
Er arbeitete mit dem Bildhauer Henri Bergé zusammen, der oft die Modelle für die Stücke schuf.
Seine Werke können im Musée d'Orsay in Paris und im Metropolitan Museum of Art in New York besichtigt werden.